
Ergonomie im Arbeitsumfeld
Grundlagen für gesunde, funktionale und nachhaltig nutzbare Arbeitsplätze.
Wesentliche Aspekte im Überblick
Von Körperhaltung und Arbeitshöhe bis zu Licht, Akustik und Raumklima.
Körperhaltung und Sitzposition
Eine natürliche und stabile Körperhaltung reduziert muskuläre Belastungen und unterstützt konzentriertes Arbeiten über längere Zeiträume. Arbeitsplätze sollten individuelle Anpassungen ermöglichen.
Arbeitshöhe und Erreichbarkeit
Arbeitsflächen und Bedienelemente sollten so positioniert sein, dass sie ohne unnötige Belastung erreichbar sind. Anpassbare Lösungen ermöglichen eine flexible und bedarfsgerechte Nutzung.
Bewegung und Positionswechsel
Regelmässige Haltungswechsel fördern die Durchblutung und reduzieren Ermüdung. Dynamische Arbeitsweisen sind ein wesentlicher Bestandteil ergonomischer Konzepte.
Sichtlinien und Bildschirmposition
Bildschirme sollten im natürlichen Sichtfeld positioniert werden, um unnötige Kopf- und Augenbewegungen zu vermeiden und eine angenehme visuelle Nutzung zu unterstützen.
Darstellung und Lesbarkeit
Klare Strukturen, ausreichender Kontrast und gut lesbare Schriftgrössen unterstützen eine schnelle Informationsaufnahme und reduzieren visuelle Belastung im Arbeitsalltag.
Beleuchtung
Eine gleichmässige und blendfreie Beleuchtung ist entscheidend für visuelles Wohlbefinden und konzentriertes Arbeiten. Die Auslegung sollte sich an der jeweiligen Tätigkeit orientieren.
Akustik
Eine ruhige und kontrollierte Geräuschkulisse unterstützt die Konzentration. Störgeräusche sollten reduziert und die Sprachverständlichkeit gezielt verbessert werden.
Klima und Raumkomfort
Angenehme Temperaturen, gute Luftqualität und ausgewogene Luftfeuchtigkeit tragen zu einem stabilen und komfortablen Arbeitsumfeld bei.
Ergonomie umfasst auch Abläufe und Belastung
Neben der physischen Gestaltung spielen auch Struktur, Übersichtlichkeit und mentale Beanspruchung eine wichtige Rolle für nachhaltiges Arbeiten.
Analyse
Erfassung der Arbeitsanforderungen, Tätigkeiten und Rahmenbedingungen als Grundlage für eine ergonomische Bewertung.
Konzept
Entwicklung passender Lösungen auf Basis funktionaler, räumlicher und nutzungsbezogener Anforderungen.
Planung
Detaillierte Ausarbeitung unter Berücksichtigung ergonomischer, technischer und organisatorischer Aspekte.
Umsetzung
Realisierung mit Fokus auf Funktionalität, Qualität und langfristige Nutzbarkeit im täglichen Betrieb.
Orientierung an anerkannten Grundlagen
Die ergonomische Gestaltung von Arbeitsplätzen orientiert sich an anerkannten Normen und Richtlinien. Diese bilden die Grundlage für eine strukturierte und praxisorientierte Umsetzung.
ISO 11064
Die Normenreihe behandelt die ergonomische Gestaltung von Kontrollräumen und ist insbesondere für komplexe und sicherheitsrelevante Arbeitsumgebungen von Bedeutung.
ISO 9241
Diese Normenreihe befasst sich mit der Ergonomie der Mensch-System-Interaktion und ist relevant für Bildschirmarbeit, Informationsdarstellung und Nutzerfreundlichkeit.
DIN EN ISO 6385
Grundsätze der Ergonomie für die Gestaltung von Arbeitssystemen – die zentrale Basisnorm für ergonomische Planung und Arbeitsplatzgestaltung in Europa.
DIN EN ISO 10075
Ergonomische Grundlagen bezüglich psychischer Arbeitsbelastung – besonders relevant für Schichtbetrieb und kognitive Anforderungen im 24/7-Umfeld.
ArGV 3 (Schweiz)
Die Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz regelt in Art. 23 und 24 die ergonomische Gestaltung von Arbeitsplätzen und Arbeitsmitteln gemäss SECO-Wegleitung.
ArbStättV (Deutschland)
Die Arbeitsstättenverordnung definiert Mindestanforderungen an Arbeitsräume, Bildschirmarbeitsplätze und ergonomische Ausstattung in Deutschland.
EN 527
Europäische Produktnorm für Büro- und Arbeitstische – definiert Anforderungen an Masse, Stabilität und Verstellbarkeit von Arbeitsflächen im professionellen Einsatz.
EN 1335
Europäische Norm für Büro-Arbeitsstühle – legt Anforderungen an Sicherheit, Ergonomie und Verstellbarkeit fest, insbesondere für den langfristigen Einsatz im Schichtbetrieb.
check Kognitive Belastung
Klare Strukturen und übersichtliche Arbeitsabläufe helfen, mentale Belastung zu reduzieren und Fehler zu vermeiden.
check Ermüdung im Arbeitsalltag
Ergonomische Gestaltung unterstützt die langfristige Leistungsfähigkeit und hilft, Ermüdung im täglichen Arbeiten zu reduzieren.
check Individuelle Anpassbarkeit
Anpassbare Arbeitsplätze verbessern Komfort, Nutzbarkeit und die Eignung für unterschiedliche Personen und Tätigkeiten.
check Visuelle Entlastung
Eine durchdachte Anordnung von Bildschirmen, Inhalten und Lichtverhältnissen trägt zur Reduktion visueller Belastung bei.
check Akustischer Komfort
Gezielte akustische Massnahmen – von Schallabsorption bis Sprachverständlichkeit – verbessern die Arbeitsqualität in geschlossenen Betriebsräumen.
check Gesundheit und Wohlbefinden
Ergonomie trägt dazu bei, körperliche Belastungen zu reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden am Arbeitsplatz zu verbessern.
check Praxisorientierte Umsetzung
Normative Grundlagen helfen dabei, ergonomische Anforderungen systematisch und nachvollziehbar in die Planung zu integrieren.
check Spezifische Lösungen für Leitwarten
Vertiefende Informationen zu ergonomischen Anforderungen in Leitwarten und Kontrollräumen finden Sie auf unserer spezifischen Seite zu Ergonomie und Komfort.
check Konformität im DACH-Raum
Unsere Lösungen berücksichtigen die gesetzlichen Anforderungen in der Schweiz (ArGV 3), Deutschland (ArbStättV) und Österreich (ASchG) für eine normkonforme Umsetzung.
check Schichtbetrieb und 24/7-Umgebungen
Ergonomische Konzepte für den Dauerbetrieb berücksichtigen Ermüdung, wechselnde Besetzung und die besonderen Anforderungen an Arbeitsplätze im Schichtbetrieb.
check Barrierefreiheit und Inklusion
Ergonomische Arbeitsplätze berücksichtigen unterschiedliche körperliche Voraussetzungen und ermöglichen eine gleichberechtigte Nutzung für alle Mitarbeitenden.
check Nachhaltige Arbeitsplatzgestaltung
Langlebige Materialien, modulare Systeme und anpassbare Konfigurationen sichern die Investition und ermöglichen eine flexible Weiterentwicklung über Jahre hinweg.
Ergonomie in Leitwarten und Kontrollräumen
Weitere Informationen zu ergonomischen Lösungen finden Sie hier.


